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Marxâ Wertformanalyse
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Die Wertformanalyse (WFA) ist ein Teil der ökonomischen Theorie von Karl Marx (1818â1883) und analysiert die Art und Weise, wie der Wert der Waren auf einem Markt ausgedrĂŒckt werden kann und wie sich diese WertausdrĂŒcke entwickeln. Die letzte deutsche Version und umfangreichste Darstellung liegt in der vierten Auflage von âDas Kapital. Kritik der politischen Ăkonomie. Erster Bandâ vor.cite-ref-1[1] Das von Marx angegebene Ziel der WFA besteht darin, das GeldrĂ€tsel zu lösen: âHier gilt es ... zu leisten, was von der bĂŒrgerlichen Ăkonomie nicht einmal versucht ward, nĂ€mlich die Genesis dieser Geldform nachzuweisen, also die Entwicklung des im WertverhĂ€ltnis der Waren enthaltenen Wertausdrucks von seiner einfachsten und unscheinbarsten Gestalt bis zur blendenden Geldform zu verfolgen.âcite-ref-2[2] Umstritten ist nicht nur, ob damit tatsĂ€chlich die Herausbildung des Geldes hinsichtlich seiner strukturellen Entwicklungsphasen erfasst worden ist, sondern auch, ob Marx diese historische ErklĂ€rung ĂŒberhaupt intendierte.
Contents
âą D) Geldform
âą Kritikbegriff
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Theoretische Voraussetzungen
Die Wertformanalyse hat viele theoretische Voraussetzungen und Aspekte philosophischer, ökonomischer, historischer und begrifflicher Art.cite-ref-3[3] Diese Aspekte schlagen sich in der Art und Weise nieder, wie und in welcher Reihenfolge Marx die ökonomischen Sachverhalte darstellt. Weitgehend unumstritten ist, dass das âKapitalâ mit der Analyse der Ware beginnt und dabei sofort auf den Tauschwert stöĂt. âDabei zeigte sich, dass die Relation 'ist Tauschwert von' eine Ăquivalenzrelation auf der Menge der Warenquanta ist und dass diese Ăquivalenzrelation ihre Grundlage in der Wertgleichheit der ausgetauschten Waren findet.âcite-ref-4[4] Schon nach drei Seiten der Marx-LektĂŒrecite-ref-5[5] trifft man im âKapitalâ auf einen Begriff, der in der modernen Ăkonomie kaum noch eine Rolle spielt - auf den Begriff des Werts. Er liegt dem Begriff der Wertform zugrunde.
Der Begriff der Wertform
Marx steht in der Tradition der Arbeitswerttheoriecite-ref-6[6] und setzt dementsprechend voraus, dass jede Warenmenge a , b , . . . {\displaystyle a,b,...} nicht nur einen mehr oder weniger willkĂŒrlich festgesetzten Preis, sondern auch einen davon unterschiedenen (ökonomischen) Wert hat,cite-ref-7[7] den er mit W {\displaystyle W} bezeichnet (siehe Zitat unten). Seinem Ziel entsprechend, die Genesis des Geldes darzustellen, untersucht Marx am Anfang des âKapitalâ ökonomische Transaktionen, die am Rande entwickelter kapitalistischer Volkswirtschaften stattfinden, nĂ€mlich den Tausch zweier Waren (barter). Diese haben zwar keinen Preis, aber einen Wert.cite-ref-8[8] âNehmen wir zwei Waren, etwa einen Rock und 10 Ellen Leinwand. Der erstere habe den zweifachen Wert der letzteren, so daĂ, wenn 10 Ellen Leinwand = W , der Rock = 2 W.âcite-ref-9[9]
Setzt man zur Vereinfachung:
(1) a = 1 Rock {\displaystyle a={\text{1 Rock}}}
und
(2) b = 10 Ellen Leinwand {\displaystyle b={\text{10 Ellen Leinwand}}} ,
so ist der Wert des Rocks in Marxâ Beispiel W ( a ) = 2 W ( b ) {\displaystyle W(a)=2W(b)} .
Dabei handelt es sich um eine rein theoretische Darstellung des Werts zweier Waren und ihres VerhĂ€ltnisses zueinander.cite-ref-10[10] Das Problem dieser Darstellung besteht darin, dass die Praktiker - die Tauschen-Wollenden auf einem Markt - erstens keine Werttheoretiker sind und darum auch nicht ĂŒber die theoretischen Mittel der Darstellung von Werten verfĂŒgen, so dass sie zweitens mit den Möglichkeiten auskommen mĂŒssen, die ihnen âder Marktâ bietet, mit dem Resultat, dass sie den Wert ihrer Waren völlig anders als der Theoretiker darstellen. Die WFA untersucht, welche Möglichkeiten es innerhalb der Gegebenheiten eines Marktes gibt, den Wert der Waren auszudrĂŒcken. Und diese praktische Darstellung des Werts, seine Sichtbarmachung durch und fĂŒr die Tauschen-Wollenden, nennt Marx âWertformâ oder âWertausdruckâ.
Eine Wertform ist eine sprachlich vermittelte Struktur im Warenaustausch, die von der WFA aufgegriffen und dahingehend analysiert wird, wie die Akteure den Wert ihrer Produkte kommunizieren. Sie haben Gebrauchswerte produziert, die sie gegen andere Gebrauchswerte tauschen wollen. Aber nicht um jeden Preis; die einzutauschenden Waren sollten mindestens gleichwertig sein. Dazu muss der vermutete Wert der Waren dargestellt werden. Dieses BedĂŒrfnis steht hinter der Notwendigkeit, dass der Wert erscheinen muss.cite-ref-11[11] Und er erscheint auf eine ganz spezielle Weise, die durch einen Wertausdruck kurz und bĂŒndig kommuniziert wird.cite-ref-12[12] Die von einem Wertausdruck dargestellte Struktur ist analytisch von dem sozialen Prozess des Warentausches zu unterscheiden, obwohl sie nur innerhalb dieses Prozesses existiert. âDer Tausch einer Ware ist ein soziales VerhĂ€ltnis, welches zwei Warenbesitzer, der Besitzer A und der Besitzer B, eingehen, und jeder drĂŒckt den Wert seiner Ware in der Ware des andern aus, weil jeder den Wert seiner Ware in Gestalt fremder Ware realisieren will.âcite-ref-13[13] Es sind also mindestens zwei WertausdrĂŒcke im Spiel, wenn zwei Waren gegeneinander getauscht werden sollen, und diese WertausdrĂŒcke werden von der WFA wie mit einer Lupe hervorgehoben. Marx blickt dazu auf den Tauschwert, genauer gesagt, auf das WertverhĂ€ltnis: âDas WertverhĂ€ltnis zweier Waren liefert ... den einfachsten Wertausdruck fĂŒr eine Ware.âcite-ref-14[14] âEin Gegenstand benötigt einen anderen Gegenstand, um zu zeigen, was er wert ist.âcite-ref-15[15] Die Waren fĂŒr sich genommen zeigen allerdings gar nichts; es sind die Warenbesitzer, die in ihrer Rede den einen Gegenstand benutzen, um den Wert des anderen Gegenstands auszudrĂŒcken.
A) Einfache, einzelne oder zufÀllige Wertform
Marxâ Formulierung dieser Wertform lautet:cite-ref-16[16]
(3) âx Ware A = y Ware Bâ.
Diese Darstellung ist unzĂ€hlige Male zitiert worden, wobei sich nur wenige Interpreten (siehe unten!) daran gestört haben, dass es sich hierbei nicht um eine mathematische Gleichung handeln kann (GröĂen mit verschiedenen Einheiten können nicht gleich sein).cite-ref-17[17] Marx prĂ€zisiert jedoch sofort, in welchem Sinn diese sogenannte âGleichungâ gelesen werden soll:
(4) âx Ware A ist y Ware B wertâ.
Anhand eines Beispiels:
â20 Ellen Leinwand sind 1 Rock wert.â
Der Unterschied zwischen einem Wertausdruck und einer mathematischen Gleichung besteht des Weiteren darin, dass letztere symmetrisch ist, wĂ€hrend ein Wertausdruck asymmetrisch ist, das heiĂt, er verĂ€ndert seinen Sinn, wenn die Waren ihre Positionen wechseln.cite-ref-18[18] Durch die Ănderung der Position wird der Wert des Rockes (y Ware B) und nicht der Wert der Leinwand (x Ware A) ausgedrĂŒckt:
(5) ây Ware B ist z Ware A wertâ.
Die Umkehrung des Wertausdruckes impliziert die Möglichkeit, dass die WertverhĂ€ltnisse von den Warenbesitzern unterschiedlich einschĂ€tzt werden.cite-ref-19[19] Das wird von Marx nicht erwĂ€hnt, da er im gesamten âKapitalâ - bis auf wenige Stellen - einen wertgleichen Tausch unterstellt. Exakt formuliert lautet diese Bedingung: Ist a = x Ware A {\displaystyle a={\text{x Ware A}}} und b = y Ware b {\displaystyle b={\text{y Ware b}}} , so soll
(6) W ( a ) = W ( b ) {\displaystyle W(a)=W(b)}
gelten. Unter dieser Voraussetzung lautet Marxâ alternativer Wertausdruck:
(7) ây Ware B ist x Ware A wert.â
â1 Rock sind 20 Ellen Leinwand wert.â
(3) und (7) sind die beiden WertausdrĂŒcke, die in einem Tausch wertgleicher Waren a {\displaystyle a} und b {\displaystyle b} vorkommen.
PolaritÀt des Wertausdruckes
Der Wertausdruck spiegelt ein asymmetrisches VerhĂ€ltnis wider. Das bedeutet: (a) Die beiden Waren spielen in diesem VerhĂ€ltnis eine andere Rolle, als auĂerhalb desselben.cite-ref-20[20] (b) Die Warenmenge, die im Satzsubjekt angesprochen wird, steht nach Marx in relativer Wertform und spielt eine passive Rolle: ihr Wert wird ausgedrĂŒckt. (c) Die Warenmenge, die im PrĂ€dikat des Satzes genannt wird, steht nach Marx in Ăquivalentform und spielt eine aktive Rolle: sie drĂŒckt den Wert der anderen Ware aus. - Die AusfĂŒhrlichkeit, mit der Marx die PolaritĂ€t der einfachen Wertform analysiert, kontrastiert ein wenig mit der FlĂŒchtigkeit dieser Wertform auf einem Markt. Damit gilt auch fĂŒr die unterschiedlichen Rollen ârelative Wertformâ und âĂquivalentformâ: âIn der Wirklichkeit kommen diese Bestimmungen, diese Formunterschiede eben nur flĂŒchtig, momentan vor, rasch vergehend.âcite-ref-21[21]
Fragt man, womit die in Ăquivalentform stehende Ware den Wert der in relativer Wertform stehenden Ware ausdrĂŒckt, so lautet die Antwort: durch ihre Gebrauchswertmenge. Das ist offenbar die Möglichkeit, den Wert einer Ware darzustellen, die auf jedem Markt gegeben ist.
Alternative Formulierungen der einfachen Wertform
Wolfgang Fritz Haugcite-ref-22[22] merkt an, dass die Marxâschen WertausdrĂŒcke wegen ihrer Asymmetrie keinesfalls als mathematische Gleichungen gelesen werden dĂŒrfen. Er sieht jedoch keine Möglichkeit, wie man sie mathematisch korrekt formulieren könnte. Das verfĂŒhrt ihn dazu, die WertausdrĂŒcke provisorisch als âUn/Gleichungenâ zu bezeichnen,cite-ref-23[23] womit die Darstellung jedoch nicht klarer wird, da der Tausch ja nur zustande kommt, wenn den beiden zu tauschenden Waren etwas Gleiches zugrunde liegt.
Ein anderer, formal-logischer Ausdruck der behaupteten Wertgleichheit zweier Waren ist von Peter Ruben vorgeschlagen worden.cite-ref-24[24]
(8) x Ware A = W e r t y Ware B {\displaystyle \quad {\text{x Ware A }}{\stackrel {\mathrm {Wert} }{=}}{\text{ y Ware B}}}
Diese Formulierung soll heiĂen, dass die Waren zwar nicht gleich sind (auch nicht in den Augen der Warenbesitzer, schlieĂlich handelt sich um qualitativ und quantitativ verschiedene Warenmengen), aber sie stimmen in einem Merkmal W {\displaystyle W} ĂŒberein. Allerdings ist jene Ăquivalenzrelation symmetrisch, so dass Ruben zusĂ€tzliche EinschrĂ€nkungen machen muss. Um die Asymmetrie der einfachen Wertform zu berĂŒcksichtigen, interpretiert Ruben diese Ăquivalenzrelation âim Sinne der gewöhnlichen grammatischen Satzauffassung, also der bekannten Subjekt-PrĂ€dikat-Gliederung des einfachen sprachlichen Ausdrucks.âcite-ref-25[25]
Aus mathematischer Sicht handelt es sich bei einem Wertausdruck um eine Zuordnung einer Warenmenge zu einer qualitativ und quantitativ verschiedenen Warenmenge unter der impliziten Bedingung, dass ihre Wertgleichheit angenommen wird (siehe Gleichung 6). Der Wertausdruck ist demnach eine Funktion.cite-ref-26[26]
Zur Darstellung der Funktion, die der Wertform entspricht, legen wir die Variablen neu fest, so dass sie mit Marxâ Beispielen konform gehen: Es sei a {\displaystyle a} eine bestimmte Menge Leinwand, zum Beispiel a = 20 Ellen Leinwand {\displaystyle a={\text{20 Ellen Leinwand}}} , und b {\displaystyle b} eine bestimmte Menge vom Schneider gefertigter Röcke, hier also b = 1 Rock {\displaystyle b={\text{1 Rock}}} ; dann ist die mathematische Funktion
b ( a ) {\displaystyle b(a)} (lies: der b {\displaystyle b} -Wert von a {\displaystyle a} )
eine einfache, asymmetrische und mathematisch korrekte Darstellung des Rockwerts der Leinwand, wie er auf einem Markt vorkommen kann.cite-ref-27[27]
Ăbergang in eine komplexere Wertform
Marx sieht das âUnzulĂ€ngliche der einfachen Wertformâ darin, dass der Wert einer Ware nur âzu irgendeiner einzelnen von ihr selbst verschiedenen Warenartâ ausgedrĂŒckt wird, âstatt ihre qualitative Gleichheit und quantitative ProportionalitĂ€t mit allen andren Waren darzustellen.âcite-ref-28[28]
B) Totale oder entfaltete Wertform
Marxâ Formulierung lautet:
"z Ware A = u Ware B oder = v Ware C oder = w Ware D oder = x Ware E oder = etc.
(20 Ellen Leinwand = 1 Rock oder = 10 Pfd. Tee oder = 40 Pfd. Kaffee oder = 1 Quarter Weizen oder = 2 Unzen Gold oder = 1/2 Tonne Eisen oder = etc.)"
Mathematisch exakt und ĂŒbersichtlicher notiert lautet die entfaltete Wertform der Ware a {\displaystyle a} (der Leinwand):
(9) b ( a ) ; c ( a ) ; d ( a ) ; . . . {\displaystyle \quad b(a);c(a);d(a);...}
Es wird vorausgesetzt, dass die im Wertausdruck auftretenden Waren wertgleich sind. Marx resĂŒmiert:
âDer Wert einer Ware, der Leinwand z. B. ist jetzt ausgedrĂŒckt in zahllosen andren Elementen der Warenwelt. Jeder andre Warenkörper wird zum Spiegel des Leinwandwerts.âcite-ref-29[29]
C) Allgemeine Wertform
âWenn ein Mann seine Leinwand mit vielen andren Waren austauscht und daher ihren Wert in einer Reihe von andren Waren ausdrĂŒckt, so mĂŒssen notwendig auch die vielen andren Warenbesitzer ihre Waren mit Leinwand austauschen und daher die Werte ihrer verschiednen Waren in derselben dritten Ware ausdrĂŒcken, in Leinwand.âcite-ref-30[30]
Marx notiert diese Wertform anhand seines oben bereits verwendeten Beispiels:
1 Rock 10 Pfd. Tee 40 Pfd. Kaffee 1 Qrtr. Weizen 2 Unzen Gold 1 / 2 Tonne Eisen x Ware A u s w . Ware } = 20 Ellen Leinwand {\displaystyle \left.{\begin{matrix}1&{\mbox{Rock}}\\10&{\mbox{Pfd. Tee}}\\40&{\mbox{Pfd. Kaffee}}\\1&{\mbox{Qrtr. Weizen}}\\2&{\mbox{Unzen Gold}}\\1/2&{\mbox{Tonne Eisen}}\\x&{\mbox{Ware A}}\\usw.&{\mbox{Ware}}\\\end{matrix}}\right\rbrace =20{\mbox{ Ellen Leinwand}}}
Die allgemeine Form der allgemeinen Wertform lautet:
(10) a ( b ) , a ( c ) , a ( d ) , . . . {\displaystyle \quad a(b),a(c),a(d),...} .
Es handelt sich um den Leinwandwert des Rockes b {\displaystyle b} und der anderen Waren Tee, Kaffee etc.
D) Geldform
Die Geldform ist die vierte Wertform.cite-ref-31[31] An die Stelle eines flĂŒchtig auftretenden allgemeinen Ăquivalents tritt Gold oder ein anderes Edelmetall, dessen natĂŒrliche Eigenschaften besonders gut geeignet sind, um eine QuantitĂ€t wie den Wert darzustellen (HomogenitĂ€t, Teilbarkeit und Zusammensetzbarkeit). - So weit Marxâ inhaltliche ErklĂ€rung der Entstehung des Geldes aus dem schlichten Austausch von Waren.
Die Methode der WFA
Die WFA ist fĂŒr viele Studien der von Marx angewandten Methode das exemplarische Beispiel fĂŒr die Anwendung der dialektischen Methode auf der Grundlage einer materialistischen Weltanschauung. Diese Methode umfasst verschiedene Aspekte: die Widerspruchsanalyse,cite-ref-32[32] Analyse und Synthese,cite-ref-33[33] das Aufsteigen vom Abstrakten zum Konkreten,cite-ref-34[34]cite-ref-35[35] die Einheit von Logischem und Historischen, das Oszillieren zwischen Theorie und Empirie, die Ăbereinstimmung von Form und Inhaltcite-ref-36[36] - um nur die wichtigsten zu nennen.cite-ref-37[37]
Das Problem des Anfangs
Man könnte den fĂŒr jeden ĂŒberprĂŒfbaren Fakt, dass Marx in seinem ökonomischen Hauptwerk mit der Analyse der Ware beginnt, als âunstrittigâ bezeichnen, doch auch dazu gibt es abweichende Interpretationen.cite-ref-38[38] Dabei muss bedacht werden, dass Marx erst in einem lĂ€ngeren Forschungsprozess erkannt hat, dass dies der richtige Anfangspunkt zur Darstellung des kapitalistischen Produktionsprozesses ist.cite-ref-39[39] Dahinter steht die Idee einer systematischen Darstellung all' der ökonomischen Kategorien, die erforderlich sind, um Struktur und Funktion der kapitalistischen Gesellschaftsformation zu verstehen.cite-ref-40[40] Diese systematische Darstellung wird durch Marxâ dialektische Methode erzeugt, die in einem langen Forschungsprozess entwickelt worden ist.cite-ref-41[41] Dabei handelt es sich um eine komplexe Methode, die unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden kann. Wie das Problem des Anfangs gelöst worden ist, folgt aus den Imperativen der dialektischen Methode, die zunĂ€chst dargestellt werden sollen.
Das Aufsteigen vom Abstrakten zum Konkreten
In der Forschung wird der komplexe Gegenstand der wissenschaftlichen Erkenntnis zunĂ€chst in seine Bestandteile zerlegt (âanalysiertâ). Dabei wird eine Reihe von einfachen VerhĂ€ltnissen herausgearbeitet und kategorial fixiert, ohne die das komplexe Ganze nicht verstanden werden kann. Diese Arbeit ist zum groĂen Teil bereits von Marxâ VorgĂ€ngern geleistet worden: âDie Ăkonomen des 17. Jahrhunderts z. B. fangen immer mit dem lebendigen Ganzen, der Bevölkerung, der Nation, Staat, mehren Staaten etc. an; sie enden aber immer damit, daĂ sie durch Analyse einige bestimmende abstrakte, allgemeine Beziehungen, wie Teilung der Arbeit, Geld, Wert etc. herausfinden. Sobald diese einzelnen Momente mehr oder weniger fixiert und abstrahiert waren, begannen die ökonomischen Systeme, die von dem Einfachen, wie Arbeit, Teilung der Arbeit, BedĂŒrfnis, Tauschwert aufstiegen bis zum Staat, Austausch der Nationen, und Weltmarkt. Das letztre ist offenbar die wissenschaftlich richtige Methode.âcite-ref-42[42] Unter den Abstrakta ist eine solche Reihenfolge herzustellen, dass die ErklĂ€rung einer jeweils spĂ€teren Kategorie auf die ErklĂ€rung der frĂŒheren Kategorie zurĂŒckgreifen kann.cite-ref-43[43] Das ist der logische Aspekt der dialektischen Methode: âEs muss vom Element, dem kleinsten Ganzen, in Richtung auf die Verbindungen, die aus dem Element Zusammengesetzten, gegangen werden.âcite-ref-44[44] Das konkrete Ganze, dass auf diese Weise dargestellt und erklĂ€rt werden soll, ist sowohl im Forschungsprozesses als auch bei der Darstellung stets vorausgesetzt.cite-ref-45[45]cite-ref-46[46] Beispiele sind: der Gebrauchswert und der Wert, die konstitutive Elemente der Ware sind; zwei qualitativ verschiedene Waren, die den gleichen Wert haben, und in der Wertform den Wert der jeweils anderen Ware ausdrĂŒcken; das Geld und die Ware, die unterschiedliche Zirkulationsformen möglich machen (W-G-W und G-W-G'), von denen die letztere schlieĂlich zum Kapital fĂŒhrt.cite-ref-47[47]
Die Einheit von Logischem und Historischem
Das rein gedankliche, deduktive ZusammenfĂŒgen der Kategorien und ihrer ErklĂ€rungen auf dem Hintergrund des in der Vorstellung prĂ€senten âRealen und Konkretenâ erweckt den Eindruck, als ob der Gegenstand der Erkenntnis ein sich differenzierendes, sich entwickelndes Objekt wĂ€re.cite-ref-48[48] Von Hegel wurde klar erkannt, dass diese logische Form der Gedankenbewegung den Anforderungen der Darstellung eines sich historisch entwickelnden Gegenstandes entspricht.cite-ref-49[49] Doch er identifizierte fĂ€lschlicherweise die Gedankenbewegung mit der realen Entwicklung, wĂ€hrend Marx dagegen den materialistischen Standpunkt geltend macht: â...die Methode, vom Abstrakten zum Konkreten aufzusteigen, nur die Art fĂŒr das Denken ist, sich das Konkrete anzueignen, es als ein geistig Konkretes zu reproduzieren.âcite-ref-50[50] Im Anschluss an diese prinzipielle Kritik an Hegels dialektischer Methode diskutiert Marx, welche kategorialen ZusammenhĂ€nge tatsĂ€chlich eine historische Entwicklung widerspiegeln und welche nicht. 1857â1858 entscheidet sich Marx dafĂŒr, auf die Darstellung der historischen Abfolge der Kategorien zugunsten einer Darstellung der Struktur der modernen bĂŒrgerlichen Gesellschaft zu verzichten: âEs wĂ€re also untubar und falsch, die ökonomischen Kategorien in der Folge aufeinanderfolgen zu lassen, in der sie historisch die bestimmenden waren. Vielmehr ist ihre Reihenfolge bestimmt durch die Beziehung, die sie in der modernen bĂŒrgerlichen Gesellschaft aufeinander haben, und die genau das umgekehrte von dem ist, was als ihre naturgemĂ€Ăe erscheint oder der Reihe der historischen Entwicklung entspricht.âcite-ref-51[51] Mehr als 10 Jahre spĂ€ter hat Marx jedoch den Vorteil erkannt, der darin besteht, die logische Entwicklung so einzurichten, dass sie der realen Entwicklung der dargestellten VerhĂ€ltnisse entspricht.cite-ref-52[52]cite-ref-53[53] In der WFA soll die Ableitung der unterschiedlich komplexen Wertformen nicht nur ihrem funktionalen Platz im System der kapitalistischen Warenproduktion, sondern auch ihrer historischen Entwicklung entsprechen und so die dialektisch-materialistische ErklĂ€rung fĂŒr die Herausbildung des Geldes liefern.cite-ref-54[54] Als Forderung an die dialektische Methode formuliert Haug diesen Aspekt so: âEs muss vom genetisch Ersten zum jeweils SpĂ€teren, vom Unentwickelten zum jeweils Entwickelteren gegangen werden unter Aufdeckung des Entwicklungsgesetzes...âcite-ref-55[55] Dabei geht es nicht darum, die historische Entwicklung in allen Einzelheiten nachzuvollziehen, sondern die zeitliche Abfolge der Herausbildung von grundlegenden ökonomischen Strukturen nachzuzeichnen.cite-ref-56[56]
Aspekte der logischen Ableitung
Die logische Ableitung folgt in groben ZĂŒgen den drei Grundgesetzen der Dialektik:
Der dialektische Widerspruch
Quelle und Triebkraft der Entwicklung ist der Widerspruch.cite-ref-57[57] Darunter sind gegensĂ€tzlich gerichtete Tendenzen zu verstehen, denen ein Ding unterliegt. Im Fall der WFA sind es die MĂ€ngel der jeweiligen Wertform, die im Interesse eines reibungslosen Funktionieren des gesellschaftlichen Stoffwechselprozesses ĂŒberwunden werden mĂŒssen und ĂŒberwunden worden sind. Aufgabe der dialektischen Methode ist es, diesen Prozess der Lösung der auftretenden WidersprĂŒche nachzuvollziehen.
QuantitÀt und QualitÀt
Die einzelne Wertform b ( a ) {\displaystyle b(a)} - z. B. der Rockwert der Leinwand - ist nur fĂŒr den Austausch von Leinwand a {\displaystyle a} gegen Röcke b {\displaystyle b} geeignet. Ihr Mangel besteht somit in der Begrenztheit auf einen bestimmten Austauschprozess. Durch Ausweitung der Tauschprozesse geht die einfache Wertform von selbst in die totale Wertform ĂŒber: der Wert der Leinwand wird nun universell ausgedrĂŒckt: b ( a ) ; c ( a ) ; d ( a ) ; . . . {\displaystyle b(a);c(a);d(a);...} . Die AnhĂ€ufung von einzelnen Wertformen hat den Rahmen einer einfachen Wertform gesprengt: QuantitĂ€t ist in eine neue QualitĂ€t umgeschlagen. Die einfache Wertform ist durch die totale Wertform negiert worden (1. Negation).
Negation der Negation
Die totale Wertform hat den Mangel, schier unendlich viele Vergleiche zu umfassen, nur um den Wert einer einzigen Ware universell auszudrĂŒcken. Dasselbe Schema wiederholt sich bei jeder Ware. Steht jedoch eine Ware im Mittelpunkt des Handels (im antiken Griechenland z. B. das Rind), so kann der Tauschwert zweier Waren ermittelt werden, indem man beide auf ihren Rinderwert bezieht. - In Marx Beispiel spielt die Leinwand die Rolle des allgemeinen Ăquivalents: a ( b ) , a ( c ) , a ( d ) , . . . {\displaystyle a(b),a(c),a(d),...} . Die qualitative VerĂ€nderung (Darstellung des Werts in einer hĂ€ufig gehandelten Ware) hat zu einer Reduktion der zur WertschĂ€tzung notwendigen Vergleiche gefĂŒhrt. Die allgemeine Wertform ist die Negation der totalen Wertform und diese war eine Negation der einfachen Wertform. Die Negation der Negation hat die Einfachheit der Wertform wiederhergestellt, aber ihre Begrenztheit ĂŒberwunden.cite-ref-58[58]
Einheit von Theorie und Empirie
Theorie und Empirie stellen verschiedene Ebenen des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses dar. Die Lösung eines Widerspruchs kann theoretisch mit hoher PlausibilitĂ€t abgeleitet werden, ohne dass eine solche Lösung in der realen Welt jemals stattgefunden hat. Eine solche nur logische Lösung ist vom Standpunkt einer an der Praxis orientierten wissenschaftlichen Darstellung eines existierenden Objekts irrelevant. Deshalb zieht Marx auf jeder Stufe der logischen Rekonstruktion des Gegenstands die ihm verfĂŒgbare Empirie heran, um zu sehen, ob und wie die Logik mit der realen Entwicklung ĂŒbereinstimmt. Das hat Philosophen, die Hegels âemphatische Dialektikâ fĂŒr das Vorbild der Marxschen Dialektik halten, dazu verfĂŒhrt, logische BrĂŒche in Marxâ Darstellung zu diagnostizieren.cite-ref-59[59]
Kritikbegriff
Die logische Form der WFA ist das konstitutive Element des Kritik-Begriffs. Nach einer ausfĂŒhrlichen Erörterung, was âKritikâ bei Marx alles nicht heiĂt, resĂŒmiert Haug: âKritik der politischen Ăkonomie heiĂt also Ableitung und Entwicklung der ökonomischen Formen und WirkungszusammenhĂ€nge der bĂŒrgerlichen Gesellschaft.âcite-ref-60[60]
Nachdem nun einige Aspekte der dialektischen Methode dargestellt worden sind, kann die Lösung des Anfangsproblems wie folgt skizziert werden: Die Ausgangskategorie muss âdas ĂŒbergreifende Element sein, das den Untersuchungsgegenstand als System mit anderen Systemen verbindet, aber innerhalb des Systems auf keine andere Erscheinung zurĂŒckzufĂŒhren istâ. Sie reprĂ€sentiert âin diesem System die allgemeinste Erscheinung. Als die 'Zelle' des Untersuchungsgegenstands muss sie schrittweise als Ganzes entwickelbar sein und muss in sich den Keim der WidersprĂŒche enthalten [...] Sie muĂ die schrittweise Reproduktion des Konkreten im Denken ermöglichen.âcite-ref-61[61] Haug geht noch einen Schritt weiter. Demnach muss der Anfangspunkt das einfachste VerhĂ€ltnis sein, aus dem alle anderen logisch abgeleitet werden können, das historisch erste sein, aus dem die grundlegenden Strukturen der kapitalistischen Warenproduktion entsprungen sind, den grundlegenden Widerspruch jeglicher Warenproduktion enthalten und ein theoretisch gut fassbares empirisches PhĂ€nomen darstellen, das allen Lesern und Leserinnen bekannt ist.cite-ref-62[62]
Der zentrale Streitpunkt
Unter den Marx-Interpreten herrscht Einigkeit, dass die WFA als Teil der ökonomischen Theorie von Marx Strukturen und Funktionen der kapitalistischen warenproduzierenden Gesellschaft darstellt. Der dominante Streitpunkt besteht in der Frage, ob die WFA auĂerdem die wesentlichen Etappen und Phasen der Entwicklung des Tauschhandels â also die Vorgeschichte des modernen Kapitals â darstellen soll (Marxâ Intention) und ob sie das leistet (ob die WFA wahr ist). Die Spaltung der Marx-AnhĂ€nger ĂŒber diese Frage rechtfertigt es, nochmals auf das Prinzip der Einheit von Logischem und Historischem zurĂŒckzukommen.
Ein Widerspruch zwischen Marx und Engels?
Friedrich Engels bemerkte, dass die im ersten Band des âKapitalâ behandelte Ware âfĂŒr die ganze Periode der einfachen Warenproduktion, also bis zur Zeit, wo diese durch den Eintritt der kapitalistischen Produktionsform eine Modifikation erfĂ€hrtâ, vorliegt.cite-ref-63[63] Dagegen kann man im âKapitalâ lesen, dass Marx die kapitalistisch produzierte Ware im Blick hat: âDer Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine 'ungeheure Warensammlung', die einzelne Ware als seine Elementarform.âcite-ref-64[64]
Die Marx-Interpretationen können in diesem Zusammenhang in zwei Gruppen eingeteilt werden: Die eine Gruppe glaubt, dass sich Engels geirrt hat; Marx analysiere die Logik des Kapitals.cite-ref-65[65] Zu dieser Gruppe gehören vor allem die AnhĂ€nger und Vertreter der sog. Neuen Marx-LektĂŒre.cite-ref-66[66] Die andere Gruppe behauptet, dass Marxâ WFA sowohl fĂŒr die einfache, als auch fĂŒr die kapitalistische Warenproduktion gelte. âBeim Ăbergang von der [...] einfachen zur spezifisch kapitalistischen AusprĂ€gung der Warenproduktion zerfĂ€llt die erste nicht. Sie bleibt mit verĂ€nderter Bedeutung erhalten, wird modifiziert, weiterentwickelt, durch Neues angereichert.âcite-ref-67[67] Theoretisch wĂ€re eine dritte Gruppe denkbar, die allein auf der historischen Interpretation besteht; doch diese scheint es nicht zu geben.
Marxâ eigene historische Einordnungen (Auswahl)
Hat Marx die historische Interpretation der Entwicklung tatsĂ€chlich intendiert? DarĂŒber geben folgende Belege Auskunft:
Marx schreibt, dass âder Geldkristall ⊠ein notwendiges Produkt des Austauschprozesse (ist)â und âdie historische Ausweitung und Vertiefung des Austausches ⊠den in der Warennatur schlummernden Gegensatz von Gebrauchswert und Wert (entwickelt). Das BedĂŒrfnis, diesen Gegensatz fĂŒr den Verkehr Ă€uĂerlich darzustellen, treibt zu einer selbstĂ€ndigen Form des Warenwerts und ruht und rastet nicht, bis sie endgĂŒltig erzielt ist durch die Verdopplung der Ware in Ware und Geld. In demselben MaĂe daher, worin sich die Verwandlung der Arbeitsprodukte in Waren, vollzieht sich die Verwandlung von Ware in Geld.âcite-ref-68[68] Ăhnlich liest man in âZur Kritik der Politischen Ăkonomieâ: âIn der Tat erscheint der Austauschprozess von Waren ursprĂŒnglich nicht im SchoĂ der naturwĂŒchsigen Gemeinwesen, sondern da, wo sie aufhören, an ihren Grenzen, den wenigen Punkten, wo sie in Kontakt mit anderen Gemeinwesen treten. Hier beginnt der Tauschhandel und schlĂ€gt von da ins Innere des Gemeinwesens zurĂŒck, auf das er zersetzend wirkt (âŠ) Die allmĂ€hliche Erweiterung des Tauschhandels, Vermehrung der Austausche und VervielfĂ€ltigung der in den Tauschhandel kommenden Waren, entwickelt daher die Ware als Tauschwert, drĂ€ngt zur Geldbildung und wirkt damit auflösend auf den unmittelbaren Tauschhandel.âcite-ref-69[69] Insbesondere beabsichtigt Marx mit der WFA zu âleisten, was von der bĂŒrgerlichen Ăkonomie nicht einmal versucht ward, nĂ€mlich die Genesis dieser Geldform nachzuweisen, also die Entwicklung des im WertverhĂ€ltnisses der Waren enthaltenen Wertausdrucks von seiner einfachsten unscheinbarsten Gestalt bis zur blendenden Geldform verfolgen. Damit verschwindet zugleich das GeldrĂ€tsel.âcite-ref-70[70]
Zur einfachen Wertform (Beispiel Rockwert der Leinwand, b ( a ) {\displaystyle b(a)} ) merkt Marx an: âDiese Form kommt offenbar praktisch nur vor in den ersten AnfĂ€ngen, wo Arbeitsprodukte durch zufĂ€lligen und gelegentlichen Austausch in Waren verwandelt werden.âcite-ref-kama80-71-0[71] Marx schlieĂt bei dieser historischen Einlassung die Existenz vieler solcher einfachen Wertformen ein, reflektiert also faktisch schon den Ăbergang zur entfalteten, totalen Wertform. - Die totale Wertform wird von Marx so kommentiert: âDie entfaltete Wertform kommt zuerst tatsĂ€chlich vor, sobald ein Arbeitsprodukt, Vieh z. B., nicht mehr ausnahmsweise, sondern schon gewohnheitsmĂ€Ăig mit verschiednen andren Waren ausgetauscht wird.âcite-ref-kama80-71-1[71] Diese Charakteristik trifft genau genommen fĂŒr den Ăbergang zur allgemeinen Wertform zu. Marx setzt im nĂ€chsten Satz dann auch mit dieser Wertform fort: âDie neugewonnene Form drĂŒckt die Werte der Warenwelt in einer und derselben von ihr abgesonderten Warenart aus, z. B. in Leinwand, und stellt so die Werte aller Waren dar durch ihre Gleichheit mit Leinwand.âcite-ref-kama80-71-2[71] Als Beleg fĂŒr die von Marx intendierte historische Existenz der totalen Wertform kann auch sein Hinweis auf Homer dienen.cite-ref-72[72] Da es in der Odyssee keinen einzigen Text gibt, der auf eine Wertform hinweist, kann es sich nur um die Illias handeln. Eine Analyse dieses Homerschen Werkes deckt mindestens 7 WertausdrĂŒcke auf. Hier das ResĂŒmee: âDie eindeutige Dominanz des Farren als Wertausdruck belegt..., dass sich das (mĂ€nnliche) Rind als allgemeines Ăquivalent bereits herausgebildet hatte, und zwar inmitten eines mannigfaltigen Warenangebots. Der Markt befindet sich zur Zeit des Trojanischen Krieges eher auf der Stufe einer allgemeinen Wertform C als auf der Stufe der entfalteten Wertform B, die Marx annimmt.âcite-ref-73[73]
Hinweise zur Herausbildung des Geldes findet man ebenfalls im âKapitalâ: Die â...allgemeine Ăquivalentform entsteht und vergeht mit dem augenblicklichen Kontakt, der sie ins Leben rief. Abwechselnd und flĂŒchtig kommt sie dieser oder jener Ware zu. Mit der Entwicklung des Warenaustausches heftet sie sich aber ausschlieĂlich fest an besondere Warenarten oder kristallisiert zur Geldform. An welcher Warenart sie kleben bleibt, ist zunĂ€chst zufĂ€llig.âcite-ref-74[74] Abgesehen von begĂŒnstigenden Bedingungen, die historisch ein Ăquivalent hervorgebracht haben (z. B. das Vieh), âgeht die Geldform auf Waren ĂŒber, die von Natur zur gesellschaftlichen Funktion eines allgemeinen Ăquivalents taugen, auf die edlen Metalle.âcite-ref-kama104-75-0[75] Gemeint sind Eigenschaften, die unterschiedliche Wertquanta ausdrĂŒcken können: HomogenitĂ€t, Teilbarkeit und Zusammensetzbarkeit des Materials.cite-ref-kama104-75-1[75] (Vgl. auch Marxâ Geldtheorie)
Stellungnahmen Dritter zum historische Aspekt der WFA
Pro
Jindrich ZelenĂœ: âDa der Warenaustausch nur ein untergeordnetes Moment einer ökonomischen TotalitĂ€t ist, sind seine Schicksale vor allem durch die EntwicklungsgesetzmĂ€Ăigkeiten dieser TotalitĂ€t bestimmt. Wenn das Wirken dieser GesetzmĂ€Ăigkeiten gĂŒnstige Bedingungen fĂŒr die Ausdehnung und Entwicklung des Warenaustausches schafft, dann sind die grundlegenden Existenzformen dieser Erweiterung und Entwicklung bestimmt durch den der Warenform innerlich immanenten Charakter, das heiĂt ihrer GegensĂ€tzlichkeit und WidersprĂŒchlichkeitâ.cite-ref-76[76]
Wolfgang Fritz Haugs Sicht auf die WFA wurde bereits mehrfach zitiert. Gegen Ende seiner Darstellung schreibt er: âEs galt das Prinzipielle dieser Entwicklungslehre und ihren Zusammenhang mit der Formanalyse herauszuarbeiten.âcite-ref-77[77] Bemerkenswert ist hier, dass die Theorie und Methode der materialistischen Dialektik - und nichts anderes ist unter der Marxschen Entwicklungslehre zu verstehen - exemplarisch an der WFA festgemacht wird. Marx getrennte Darstellung der Entwicklung der Wertformen vom seiner Darstellung des Austauschprozesses könnte den Eindruck erwecken, dass irgendwelche idealisierten Strukturen die gesellschaftliche Entwicklung vorantreiben. Haug betont: âLetztlich ist es das Lebensinteresse von Menschen, was die Entwicklung antreibt, nĂ€her die Entwicklung der ArbeitsproduktivitĂ€t. In dem MaĂe, in dem Menschen anfingen, wirklich auf Tausch angewiesen zu sein, und das heiĂt, wenn sie nur leben konnten - oder zumindest viel besser leben konnten -, wenn es ihnen gelang, den sozialen Stoffwechsel in Tauschform zu vollziehen, musste hinter solchen 'Wertformen' ein ungeheurer Druck entstehen.âcite-ref-78[78]
Auf der Grundlage der ethnografischen und wirtschaftsgeschichtlichen Literaturcite-ref-79[79]cite-ref-80[80]cite-ref-81[81]cite-ref-82[82]cite-ref-83[83]cite-ref-84[84]cite-ref-85[85] versucht Klaus MĂŒller, den historischen Prozess der Entwicklung der Wertformen darzustellen und Marxâ logische Darstellung im 1. Kapitel des âKapitalsâ durch eine konkret-empirische Analyse zu ergĂ€nzen.cite-ref-86[86] In der Jungsteinzeit (Neolithikum), d. h. von 10 000 bis 2 000 v. u. Z. hĂ€tten sich erste Elemente einer Warenproduktion aus dem Produktentausch entwickelt, begleitet von der Durchsetzung der allgemeinen Wertform. Die einfache Warenproduktion und erste Kapitalelemente folgten. Ab etwa 2 500 v. u. Z. habe sich die Geldform durchgesetzt.cite-ref-87[87]cite-ref-88[88]
Georg Quaas, der die WertausdrĂŒcke in Homers âIliasâ untersucht, kommt zu dem Ergebnis, dass âdie eindeutige Dominanz des Farren als Wertausdruck belegt ..., dass sich das (mĂ€nnliche) Rind als allgemeines Ăquivalent bereits herausgebildet hatte, und zwar inmitten eines mannigfaltigen Warenangebotes.â Der Markt befinde sich zur Zeit des Trojanischen Krieges eher auf der Stufe einer allgemeinen Wertform C als auf der Stufe der entfalteten Wertform B, die Marx annimmt.cite-ref-89[89] Damit widerspricht er dem Statement von Bertram Schefold, der âin den Epen [des Homer] keine Ware zu entdecken [vermag], die einheitlich die Geldfunktion ausĂŒbte, trotz der Bevorzugung der Rinder als WertmaĂstab.âcite-ref-90[90]
Ein weiteres Argument liefert Holger Wendt: âDem Mythos, die Wertformanalyse hĂ€tte allein die bereits entwickelte kapitalistische Warenproduktion zum Gegenstand, widerspricht die Tatsache, dass Marx sie in allen veröffentlichten Fassungen ausdrĂŒcklich auf vorkapitalistische VerhĂ€ltnisse bezieht.âcite-ref-91[91]
Contra
Hier einige Beispiele fĂŒr die Gegenposition zur historischen Interpretation:
âDass sich die Marxsche Dialektik durch eine Einheit von logisch-begrifflicher und historischer Analyse auszeichne, wird auch in vielen neueren Arbeiten vertreten (Zeleny 1962, S. 75ff., Reichelt 1970, S. 136, Mandel 1972, S. 11ff), wobei aber der Stellenwert dieser Einheit unterschiedlich bewertet wird. Zentral ist sie fĂŒr Klaus Holzkamp (1974)... Ob diese Interpretation des Marxschen Verfahrens zutrifft, lĂ€sst sich nur durch eine Untersuchung des Textes in Das Kapital selbst klĂ€ren. Dem erklĂ€rten SelbstverstĂ€ndnis von Marx steht es jedenfalls entgegen.â Dabei beruft sich Michael Heinrich auf die âGrundrisseâ in dem Zusammenhang, der oben zitiert worden ist: âEs wĂ€re also untubar und falsch...âcite-ref-92[92]
AuĂerdem behauptet Heinrich, die EinfĂŒgung der Geldform in die Wertformanalyse sei ânicht nur ein Bruch in der dialektischen Darstellung. Marx verwischt damit zugleich den begrifflichen Unterschied zwischen der Formanalyse der Ware und der Untersuchung des Austauschprozessesâ.cite-ref-93[93] âGanz im Gegenteilâ, entgegnet Dieter Wolf, âwenn eine Ware, die allgemeines Ăquivalent ist, erst durch einen historischen Vorgang zu Geld wird, dann muss die Geldform eingefĂŒgt ... werden.âcite-ref-94[94]
Hans-Georg Backhaus sagt, in der Wertformanalyse ginge es Marx nicht um den historischen Vorgang der Geldentstehung bzw. âum die Lösung irgendwelcher >GeldrĂ€tsel<, sondern um sehr genau bestimmte Aporien der traditionellen Geldtheorieâ, also um unlösbare theoretische Probleme. Es sei nicht einzusehen, âdass die [...] logische Entwicklung des Geldes irgendetwas mit einem wirklichen Vorgang zu tun haben könnte, der sich zu irgendeiner Zeit wirklich zugetragen hat [...] Marx meidet [...] jede BerĂŒhrung mit der Wirklichkeit.âcite-ref-95[95]
Michael Berger behauptet - ĂŒbrigens ohne sich auf diffizile BegrĂŒndungen einzulassen: âDas Geld als allgemeine Ăquivalentform kann aus der einfachen Wertform nur deshalb begrifflich entwickelt werden, weil es der einfachen Wertform schon vorausgesetzt ist. Die einfache Wertform x Ware A = y Ware B ist eine Abstraktion aus der historisch voll entwickelten kapitalistischen Warenwirtschaft und kann nur deshalb Ausgangspunkt der Untersuchung sein. Die Wertformanalyse untersucht keinen historischen Prozess, sondern die Struktur des Systems.âcite-ref-96[96]
Ein GroĂkaliber unter den Kapital-Lesern ist sicherlich Louis Althusser. Er schreibt: Bereits Spinoza; habe âdarauf hingewiesen, dass das Erkenntnisobjekt [...] an sich absolut vom Realobjekt zu unterscheiden sei [...] Im dritten Kapitel der 'Einleitung von 1857' zu den 'Grundrissen' hat Marx diese Unterscheidung in aller Deutlichkeit wieder aufgenommen... MARX geht noch weiter und zeigt, dass diese Unterscheidung nicht nur fĂŒr die beiden Objekte, sondern auch fĂŒr die spezifischen Prozesse ihrer Konstituierung gilt. Danach vollzieht und verwirklicht sich der Entstehungsprozess eines Realobjekts [...] völlig und ausschlieĂlich im Realen [...], der Entstehungsprozess des Erkenntnisobjekts dagegen völlig und ausschlieĂlich in Gedanken, nach einer anderen GesetzmĂ€Ăigkeit, in der die gedachten Kategorien, welche die realen Kategorien reproduzieren, nicht denselben Stellenwert haben wie in der GesetzmĂ€Ăigkeit der realen geschichtlichen Entwicklung, sondern einen Stellenwert, der ihnen durch die Funktion im Entstehungsprozess des Erkenntnisobjekts zugewiesen wird.âcite-ref-97[97]
Die recht umfangreiche, nicht-marxistische geldtheoretische Literatur zeichnet sich in dem hier erörterten Zusammenhang vor allem dadurch aus, dass sie lĂ€chelnd und argumentationslos ĂŒber die WFA hinwegschaut. Hier nur ein Beispiel: Lars BrĂ€utigam liefert in seinem Buch âGeld, Macht und Herrschaftâ eine interdisziplinĂ€re Untersuchung ĂŒber den theoretischen Umgang mit Geld und seiner funktionalen Abgrenzung. Es werden theoretische Grundlagen fĂŒr eine vergleichende interkulturelle Geldbetrachtung anhand einer Kritik des gegenwĂ€rtigen Gelddiskurses erarbeitet. Zugleich bietet das Buch eine streitbare Theorie ĂŒber die prinzipiellen Gemeinsamkeiten modernen und primitiven Geldes, die sich der Tendenz entgegenstellt, Geld nur in den Formen anzuerkennen, die es in entwickelten Gesellschaften annimmt. Diese Studie ist ein Beispiel fĂŒr eine komplett andere Herangehensweise an die Geldtheorie, bei der die Marxsche ErklĂ€rung der Entstehung des Geldes komplett ignoriert wird. Zwar wird Marx zweimal zitiert (a) mit der Aussage, dass das Geld im Austausch zwischen Gemeinwesen und nicht in ihnen entstanden ist und (b) indem ihm eine Verwandlung des Geldes vom MaĂ der Werte in einen MaĂstab der Preise unterstellt wird, aber die eigentliche wissenschaftliche Leistung, die die WFA darstellt, bleibt auĂen vor.cite-ref-98[98]
Konsequenzen der WFA
Der Fetischcharakter der Ware
Dass die âGleichheit der menschlichen Arbeitenâ âdie sachliche Form der gleichen WertgegenstĂ€ndlichkeit der Arbeitsprodukteâ erhĂ€lt, die Menschen also âdie gesellschaftlichen Charaktere ihrer eignen Arbeit als gegenstĂ€ndliche Charaktere der Arbeitsprodukteâ widerspiegeln, dass âdas bestimmte gesellschaftliche VerhĂ€ltnis der Menschenâ âdie phantasmagorische Form eines VerhĂ€ltnisses von Dingen annimmtâ, bezeichnet Marx als den âFetischcharakter der Warenweltâ.cite-ref-99[99] Die Warenwelt erzeugt die âIllusionen des Monetarsystemsâ: Man sieht es âdem Gold und Silber nicht an, dass sie als Geld ein gesellschaftliches ProduktionsverhĂ€ltnis darstellen...âcite-ref-100[100]
Analyse des Austauschprozesses
Die Analyse des Austauschprozess erweitert den Blick auf die Warenbesitzer, die ihre Waren als Wert realisieren wollen und ihn dazu ausdrĂŒcken mĂŒssen: Je nach historischem Reifegrad der Warenproduktion und des Warenaustausches kommen dabei die verschiedenen Wertformen zum Zuge.cite-ref-101[101]
Analyse des Geldes
Nachdem der Zusammenhang zwischen Ware und Geld geklĂ€rt ist, geht Marx auf die verschiedenen Funktionen des Geldes ein:cite-ref-102[102] Geld ist (a) MaĂ der Werte, (b) MaĂstab der Preise, (c) Zirkulationsmittel, (d) Kauf- und Zahlungsmittel und (e) Mittel der Wertaufbewahrung (siehe Marxâ Geldtheorie). Einige dieser Funktionen können auch durch âStaatspapiergeld mit Zwangskursâ erfĂŒllt werden,cite-ref-103[103] d. h. Marx erwĂ€hnt nicht, dass Papiergeld auch ohne Zwangskurs zu Gold (KonvertibilitĂ€t) zumindest zeitweilig funktioniert, wovon Bagehot berichtet.cite-ref-104[104]
Analyse des Zirkulationsprozesses
Das Geld spaltet den Warenaustausch in die beiden Prozesse Kauf und Verkauf.cite-ref-105[105] Damit wird die WFA schrittweise verlassen, die sich auf dem Hintergrund des Warenaustausches abspielt. Mit der Aufspaltung des gesellschaftlichen Stoffwechselprozesses in Kauf und Verkauf ist eine erste KrisenerklĂ€rung möglich geworden;cite-ref-106[106] die beiden Zirkulationsformen Ware-Geld-Ware und Geld-Ware-Geld eröffnen den Ăbergang zum eigentlichen Thema des âKapitalâ, dem Kapital, als ein sich selbst verwertender Wert: G-W-G' mit G'>G.cite-ref-107[107]
Einzelnachweise
cite-note-11. â Marx-Engels-Werke, Band 23, Berlin.
cite-note-22. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band. In: MEW Bd. 23, S. 62.
cite-note-33. â Marxâ Projekt der Kritik der politischen Ăkonomie sei "ein sozialwissenschaftliches Werk, quasi eine Philosophie des Kapitalismus, und greift damit ĂŒber die disziplinĂ€re Enge der Nationalökonomie bzw. Volkswirtschaftslehre, so wie diese heute in der Regel verstanden wird, weit hinaus." Ulrich Busch: Die Welt des Geldes. Potsdam 2016, S. 106 f.
cite-note-44. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. MĂŒnster 2003, S. 224.
cite-note-55. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band. In: MEW Bd. 23, S. 49â51.
cite-note-66. â Diese Aussage wird in Zweifel gezogen. Michael Heinrich vertritt wie Louis Althusser ca. 30 Jahre vor ihm die These, dass Marx mit der Klassik gebrochen habe; trotzdem finde sich diese "innerhalb seines eigenen Diskurses wieder", wovon "seine eigene kategoriale Entwicklung" betroffen sei. Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. MĂŒnster 2003, S. 17. - In der Tat fĂ€ngt keine Wissenschaft bei null an.
cite-note-77. â Der Neuen Marx-LektĂŒre zufolge existiert dieser Wert nicht schon vor dem Austausch. "Wenn es die Warenproduktion gerade charakterisiert, dass die privat verausgabte Arbeit nicht von vornherein als gesellschaftliche gilt, sondern erst im Austausch als Bestandteil der gesellschaftlichen Arbeit anerkannt werden muss..., ist klar, dass es vor dem Austausch noch keine fixe WertgröĂe der Produkte geben kann." Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. MĂŒnster 2003, S. 241. - Diesen Sachverhalt schĂ€tzt Haug differenzierter ein: Es sei das "Problem der privaten und gleichwohl arbeitsteiligen Produktion", dass sie "als arbeitsteilige an sich gesellschaftlich ist. Es ist ja schon wiederholt gezeigt worden, dass dies ein Ausdruck fĂŒr den Grundwiderspruch jeder Gesellschaft privater Warenproduzenten ist, alle private Arbeit ist ihrer Bestimmung nach, als wertbildende, gesellschaftlich." Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 142. - FĂŒr die folgende Beschreibung der vier Wertformen ist dieser Streitpunkt ohne Bedeutung:
cite-note-88. â Dagegen hĂ€lt es Hans-Georg Backhaus fĂŒr erforderlich, daran zu erinnern, "dass die Gebrauchswerte immer schon in Preisform gesetzt sind." Hans Georg Backhaus: Zur Dialektik der Wertform. In: Alfred Schmidt (Hrsg.): BeitrĂ€ge zur marxistischen Erkenntnistheorie. Frankfurt a. M. 1969, S. 136. Dasselbe Argument wiederholt Heinrich: "In der bĂŒrgerlichen Gesellschaft existiert weder die nicht preisbestimmte Ware, mit der die Darstellung im Kapital beginnt, noch der Ăbergang von der Ware zum Geld. Die Kategorien die in der Darstellung auftauchen, sind daher 'Abstraktionen'..." Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. MĂŒnster 2003, S. 175. - Sollten die von Marx analysierten Waren tatsĂ€chlich einen Preis haben, so abstrahiert er jedenfalls davon:
cite-note-99. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 56.
cite-note-1010. â Dagegen meint Berger: "Von einer einzelnen, isolierten Ware kann nie gesagt werden, wieviel sie wert ist." Michael Berger: Karl Marx: "Das Kapital". MĂŒnchen 2003, S. 42.
cite-note-1111. â "Die Frage war: Was ist Ware A wert? (Denn dies ist die praktische Frage nach der Erscheinung des Werts bzw. der WertgegenstĂ€ndlichkeit der Ware A.)" Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 131.
cite-note-1212. â Georg Quaas: FĂŒr ein kohĂ€rentes Kapital-VerstĂ€ndnis. Ein Kommentar zu Haugs EinfĂŒhrung. In: Das Argument. Zeitschrift fĂŒr Philosophie und Sozialwissenschaften. Nr. 272, S. 575â588.
cite-note-1313. â Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 130.
cite-note-1414. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 62.
cite-note-1515. â Michael Berger: Karl Marx: "Das Kapital". MĂŒnchen 2003, S. 43.
cite-note-1616. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 63.
cite-note-1717. â UnbekĂŒmmert gegenĂŒber elementaren Standards korrekter Darstellung mathematischer und begrifflicher Art notiert Frank Borschel: "Die ersten Waren tauschten sich noch zufĂ€llig und spontan: Ware gegen Ware, im weiteren W 1 â â W 2 {\displaystyle W_{1}-W_{2}} , d. h. genauer x 1 â
â
W 1 = x 2 â
â
W 2 {\displaystyle x_{1}\cdot W_{1}=x_{2}\cdot W_{2}} , mit x 1 {\displaystyle x_{1}} und x 2 {\displaystyle x_{2}} als bestimmte Mengenbezeichnungen." Frank Borschel: Exkurs zur Marxschen Werttheorie. Berlin 1998, S. 37.
cite-note-1818. â Diese PolaritĂ€t des Wertausdruckes erlĂ€utert Marx auf fast 10 Seiten, nur unterbrochen von einer Darstellung der quantitativen VerhĂ€ltnisse der Wertform. Vgl. Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 63â76.
cite-note-1919. â Das ist ein Aspekt der WidersprĂŒchlichkeit der beiden in einem Tauschprozess existierenden Wertformen. "Im Tausch zweier Waren ist ... jede der beiden in Wertform, aber die beiden Formen sind einander entgegengesetzt und an sich miteinander unvereinbar." Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 130.
cite-note-2020. â âEin Rock drĂŒckt ebensowenig Wert aus als das erste beste StĂŒck Leinwand. Dies beweist nur, dass er innerhalb des WertverhĂ€ltnisses zur Leinwand mehr bedeutet als auĂerhalb desselben.â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 66.
cite-note-2121. â "Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 136.
cite-note-2222. â Neue Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital. Hamburg 2006, S. 28, 45, 62 und 219.
cite-note-2323. â Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital, Neufassung. Hamburg 2005, S. 141.
cite-note-2424. â Peter Ruben: Wissenschaft als allgemeine Arbeit. In: Peter Ruben: Dialektik und Arbeit der Philosophie. Köln 1978, S. 40.
cite-note-2525. â Peter Ruben: Wissenschaft als allgemeine Arbeit. In: Peter Ruben: Dialektik und Arbeit der Philosophie. Köln 1978, S. 43. - Wie eingangs zitiert, charakterisiert Heinrich den Wert ebenfalls als Ăquivalenzrelation, jedoch ohne der Asymmetrie Rechnung zu tragen.
cite-note-2626. â Damit wird der rationale Kern dessen formuliert, was Haug so nebenbei ausspricht: "Wie also verfĂ€hrt Marx in der Analyse der Wertform? Er analysiert den auf die abstrakt-symbolische Form einer Funktionsgleichung gebrachten Wertausdruck einer Ware." Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 138.
cite-note-2727. â Eine weiterfĂŒhrende Spezifikation dieser Funktion auf Basis der Arbeitswerttheorie findet man bei Georg Quaas: Die ökonomische Theorie von Karl Marx. Marburg 2016, S. 109 ff., insbesondere auch im Rahmen der Marxschen Preistheorie: S. 138 ff.
cite-note-2828. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 76.
cite-note-2929. â Karl Marx: Das Kapital, Band 1, in: MEW Bd. 23, S. 77.
cite-note-3030. â Karl Marx: Das Kapital, Band 1, in: MEW Bd. 23, S. 79.
cite-note-3131. â Georg Quaas: Die vierte Wertform. Anmerkungen zu einer genialen Idee. In: Erhard Crome, Udo Tietz (Hrsg.): Dialektik, Arbeit, Gesellschaft. Festschrift fĂŒr Peter Ruben. Potsdam 2013, S. 139â149.
cite-note-3232. â Vgl. Georg Quaas: Die ökonomische Theorie von Karl Marx. Marburg 2016, S. 58 f.
cite-note-3333. â Die Möglichkeiten der Analyse der einzelnen Wertform beschreibt Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 131 ff.
cite-note-3434. â "In der Marxschen Beschreibung der politökonomischen oder 'theoretischen' Methode des 'Aufsteigens vom Abstrakten zum Konkreten' wird die Hegelsche Begriffsdialektik als allgemein-methodologische Modellvorstellung besonders deutlich erkennbar." Hans-Peter Jaeck: Genesis und Notwendigkeit: Studien zur Marxschen Methodik der historischen ErklĂ€rung (1845/46 bis 1859). Berlin 1988, S. 182.
cite-note-3535. â Mark Rosental merkt an, dass das Prinzip des Aufsteigens vom Abstrakten zum Konkreten "zu den wichtigsten und entscheidenden Prinzipien, den SĂ€ulen der dialektisch-materialistischen Logik" zĂ€hlt. Mark Rosental: Die dialektische Methode der politischen Ăkonomie von Karl Marx. Berlin 1969. S. 384.
cite-note-3636. â FĂŒr Kopnin ist die AdĂ€quatheit von Form und Inhalt ein MaĂstab fĂŒr das Niveau des jeweils erreichten Erkenntnisniveaus: "Der Unterschied zwischen den Formen der Erkenntnis [...] wird durch ihren Inhalt bestimmt: in welchem Grad der Gegenstand in ihnen vollstĂ€ndig und prĂ€zis widergespiegelt wird". Pavel V. Kopnin: Dialektik, Logik, Erkenntnistheorie. Berlin 1968, S. 487.
cite-note-3737. â Das MaĂ an Dialektik, das in der WFA verwirklicht worden ist, wird unterschiedlich eingeschĂ€tzt, ohne dass die anderen Aspekte geleugnet werden. Hier ein Beispiel: "In einer Kategorie zeigt sich ... das Wesen einer ökonomischen Struktur, und das VerhĂ€ltnis einer Kategorie zur anderen zeigt 'Ursprung' und Grundlage dieser Struktur. Dieses VerhĂ€ltnis ist 'logisch', das heiĂt es zeigt die notwendige Beziehung der Strukturen zueinander... Diese 'Logik' impliziert hier keinerlei 'Dialektik'. Sie schreitet gewissermaĂen vom Einfachen (Mehrwert) zum Komplexen (Durchschnittsprofit) fort." Maurice Godelier: RationalitĂ€t und IrrationalitĂ€t in der Ăkonomie. Frankfurt a. M. 1972, 174 f.
cite-note-3838. â FĂŒr Iljenkow ist z. B. der Ausgangspunkt der Darstellung im "Kapital" der Wert. Ewald W. Iljenkow: Die Dialektik des Abstrakten und Konkreten im "Kapital" von Karl Marx. 1979, S. 56, 196, 231, 252, 268. Marx betont ausdrĂŒcklich, "dass weder 'der Wert' noch 'der Tauschwert' bei mir Subjekte sind, sondern die Ware". Karl Marx: Randglossen zu Adolph Wagners "Lehrbuch der politischen Ăkonomie". In: MEW Bd. 19, S. 358. - Der Subjekt-Begriff wird hier offensichtlich im Sinne des englischen 'subject', das heiĂt in der Bedeutung von 'Gegenstand', 'Thema', 'Objekt' verwendet. Eine detaillierte Diskussion der Konzeption Iljenkows ist enthalten in: Georg Quaas: Dialektik als philosophische Theorie und Methode des "Kapital". Frankfurt a. M. 1992.
cite-note-3939. â Marxâ Forschungsprozess unterscheidet sich in diesem Punkt nicht um Haaresbreite von anderen Wissenschaften: "...der geschichtliche Gang aller Wissenschaften durch eine Masse Kreuz- und QuerzĂŒge erst zu ihren wirklichen Ausgangspunkten fĂŒhrt." Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ăkonomie. In: MEW Bd. 13, S. 42 f. (MEGA2, II/2, S. 135).
cite-note-4040. â Welche Probleme andere Ausgangspunkte wie der der Produktion oder der des BedĂŒrfnisses erzeugen, demonstriert Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins 'Kapital'. Köln 1976, 1. Vorlesung.
cite-note-4141. â Dass Marxâ MethodenverstĂ€ndnis und damit die in seinem ökonomischen Gesamtwerk nachweisbaren Darstellungsweisen selber der Entwicklung unterliegen, ist in der methodologischen Literatur nicht immer berĂŒcksichtigt worden. "Es ist u. E. falsch", schreiben in diesem Zusammenhang Wolfgang Jahn und Dieter Noske "unter 'Darstellungsweise' nur ihre klassische Form im 'Kapital' zu verstehen. Auch die Darstellung als systematische, begriffliche Erkenntnis unterliegt der Entwicklung. Die Darstellungsweise des 'Kapitals' ist deren klassische Form." In inhaltlicher und methodischer Hinsicht gilt: "Das 'Kapital' ist der Gipfelpunkt des Forschungsprozesses bei Marx." Wolfgang Jahn, Dieter Noske: Fragen der Entwicklung der Forschungsmethode von Karl Marx in den Londoner Exerptheften von 1850â1853. In: ArbeitsblĂ€tter zur Marx-Engels-Forschung, Heft 7, Halle 1979, S. 9 f.
cite-note-4242. â Karl Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ăkonomie. Rohentwurf 1857â1858. Berlin 1974, S. 21.
cite-note-4343. â "Ăhnlich wie Hegel weist Marx es strikt von sich, Probleme an Stellen zu diskutieren, wo das nur durch illegitimen Vorgriff auf Bestimmungen möglich ist, die erst im Gang der Entfaltung aller Kategorien zu entwickeln sind." Helmut Reichelt: Zur logischen Struktur des Kapitalbegriffs bei Karl Marx. Frankfurt a. M. 1973, S. 173 f.
cite-note-4444. â Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 123.
cite-note-4545. â "Das Geld als allgemeine Ăquivalentform kann aus der einfachen Wertform nur deshalb begrifflich entwickelt werden, weil es der einfachen Wertform schon vorausgesetzt ist." Michael Berger: Karl Marx: "Das Kapital". MĂŒnchen 2003, S. 51.
cite-note-4646. â Dass der Autor der Feuerbach-Thesen - in einer die erkenntnistheoretische Problematik ĂŒbersteigenden Dimension - das Konkrete, die Wirklichkeit "nicht als fertig vorgegebene, bewuĂtseinsunabhĂ€ngige und nur noch in der Erkenntnis zu reprĂ€sentierende Welt begreift", kann man wohl unterstellen. SandkĂŒhler: Die Wirklichkeit des Wissens und das epistemische Menschenrecht. In: Dialektik. EnzyklopĂ€dische Zeitschrift fĂŒr Philosophie und Wissenschaften, Heft 1, Hamburg 1991, S. 28.
cite-note-4747. â Wygodski sieht das Aufsteigen zum Konkreten differenziert; er akzeptiert es (i) fĂŒr den Forschungsprozess insgesamt und (ii) fĂŒr die (fertige) Darstellung. FĂŒr einzelne Etappen der Forschung allerdings gelte (iii) das Prinzip des Aufsteigens vom Konkreten zum Abstrakten. Witali Wygodski: Die Geschichte einer groĂen Entdeckung. Berlin 1967, S. 54.
cite-note-4848. â "Man merkt leicht, dass die Deduktion schon ihrer Form nach der Vorstellung von der Entwicklung, von der Bewegung vom Einfachen, Unzergliederten, Allgemeinen hin zum Komplizierten, Zergliederten, zum PartikulĂ€ren und Besonderen entspricht." Ewald Wassiljewitsch Iljenkow: Die Dialektik des Abstrakten und Konkreten im "Kapital" von Karl Marx. 1979, S. 193.
cite-note-4949. â Dabei spielt Hegels Kritik an der Kantschen Kategorienlehre eine besondere Rolle. Vgl. Georg Quaas: Dialektik als philosophische Theorie und Methode des "Kapital". Frankfurt a. M. 1992. S. 119 ff. Seine Hypothese lautete: "Nach dieser Idee [ĂŒber die allgemeine Form der Entwicklung philosophischer Erkenntnis] behaupte ich nun, dass die Aufeinanderfolge der Systeme der Philosophie in der Geschichte dieselbe ist, als die Aufeinanderfolge in der logischen Ableitung der Begriffsbestimmungen der Idee." Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Einleitung in die Geschichte der Philosophie (Vorlesung von 1820). Berlin 1972, S. 34.
cite-note-5050. â Karl Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ăkonomie. Rohentwurf 1857â1858. Berlin 1974, S. 21.
cite-note-5151. â Karl Marx: Grundrisse der Kritik der politischen Ăkonomie. Rohentwurf 1857â1858. Berlin 1974, S. 28.
cite-note-5252. â Manche sprechen sogar von einem anderen Typ dialektischer Entwicklung im "Kapital" im Vergleich zu "Zur Kritik", der "eine entscheidende Reduktion der Dialektik in Abwendung von Hegel darstellt." Gerhard Göhler: Die Reduktion der Dialektik durch Marx. StrukturverĂ€nderungen der dialektischen Entwicklung in der Kritik der politischen Ăkonomie. 1980, S. 24.
cite-note-5353. â "Vergleicht man [...] die 'Grundrisse' mit dem 'Kapital', so fĂ€llt auf, dass die mehr Ă€uĂerliche Anlehnung an die Hegel'sche Terminologie in den 'Grundrissen' einer mehr der Bewegung des Gegenstands angemesseneren Ausdrucksweise im 'Kapital' gewichen ist. Mit fortschreitender Erkenntnis des ökonomischen Gegenstands bis zu dem Punkt, an dem fĂŒr Marx eine dialektische Darstellung der grundlegenden GesetzmĂ€Ăigkeiten dieses Gegenstands als möglich erscheint, vertieft sich einerseits die Kritik an den Fundamenten des Hegelschen Systems, und zeigen sich andererseits mehr und mehr fĂŒr Marx die positiven Aspekte der von Hegel entwickelten, aber idealistisch mystifizierten, dialektischen Methode fĂŒr die begriffliche Darstellung des ökonomischen Gegenstands." Reinhard Meiners: Methodenprobleme bei Marx und ihr Bezug zur Hegelschen Philosophie. MĂŒnchen 1980, S. 101.
cite-note-5454. â Eine solche ErklĂ€rung wĂ€re nicht gegeben, wenn die von Marx herangezogenen historischen Beispiele nur illustrativen Charakter hĂ€tten. Letzteres behauptet Gerhard Göhler: Die Reduktion der Dialektik durch Marx. StrukturverĂ€nderungen der dialektischen Entwicklung in der Kritik der politischen Ăkonomie. 1980, S. 150: "Der Einschub historischer Elemente in die Entwicklung der Wertformen I-III in der Zweitauflage dient deutlich der Illustration und nicht einer historisch durchgefĂŒhrten Abfolge."
cite-note-5555. â Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 123.
cite-note-5656. â Georg Quaas: Das VerhĂ€ltnis von Dialektik, Logik und Erkenntnistheorie bei I. Kant und G.W.F. Hegel. In: Deutsche Zeitschrift fĂŒr Philosophie, Heft 4, Berlin 1989.
cite-note-5757. â Vgl. zum Begriff des Widerspruchs Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 96 ff.
cite-note-5858. â "Der Vorzug des 'Kapitals' ist, dass Marx, von einer ökonomischen Kategorie zur anderen, komplizierteren ĂŒbergehend, diese niemals mittels der formalen Anwendung des Gesetzes der Negation der Negation abgeleitet hat, obwohl jede dieser Kategorien und der Ăbergang zwischen ihnen nach diesem Gesetz erklĂ€rt werden kann." Autorenkollektiv: Geschichte der marxistischen Dialektik. Von der Entstehung des Marxismus bis zur Leninschen Etappe. Berlin 1974, S. 199.
cite-note-5959. â Gerhard Göhler: Die Reduktion der Dialektik durch Marx. StrukturverĂ€nderungen der dialektischen Entwicklung in der Kritik der politischen Ăkonomie. 1980, S. 24 f., 71 ff., 84 ff., 111, 122.
cite-note-6060. â Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 185.
cite-note-6161. â Heinz Abend: Der Zusammenhang zwischen Wert, Mehrwert und Durchschnittsprofit in der Herausbildung und Entwicklung der marxistischen politischen Ăkonomie. Halle 1972, S. 192.
cite-note-6262. â Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 123.
cite-note-6363. â Friedrich Engels: ErgĂ€nzung und Nachtrag zum III. Buche des "Kapital", in: MEW 25, S. 909.
cite-note-6464. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW 23, S. 49.
cite-note-6565. â "HĂ€ufig werden [...] kurzerhand die abstrakten Bestimmungen der einfachen Zirkulation in die autonome Gesellschaftsformation 'einfache Warenproduktion' umgewandelt, die der bĂŒrgerlichen Gesellschaft vorausgegangen sein soll." Projektgruppe zur Kritik der politischen Ăkonomie. Zur Logik des Kapitals. Berlin 1973, S. 32.
cite-note-6666. â Klaus MĂŒller: Auf Abwegen. Von der Kunst der Ăkonomen, sich selbst zu tĂ€uschen. Köln 2019, S. 145 ff.
cite-note-6767. â Klaus MĂŒller: Auf Abwegen. Von der Kunst der Ăkonomen, sich selbst zu tĂ€uschen. Köln 2019, S. 149.
cite-note-6868. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: MEW Bd. 23, S. 101 f.
cite-note-6969. â Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ăkonomie. In: MEW Bd. 13, S. 36.
cite-note-7070. â Karl Marx: Das Kapital, Erster Band. In: MEW Bd. 23, S. 62.
cite-note-kama80-7171. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band. In: MEW Bd. 23, S. 80.
cite-note-7272. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band. In: MEW Bd. 23, S. 76, FuĂnote.
cite-note-7373. â Georg Quaas: Die ökonomische Theorie von Karl Marx. Marburg 2016, S. 319.
cite-note-7474. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band. In: MEW Bd. 23, S. 103.
cite-note-kama104-7575. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band. In: MEW Bd. 23, S. 104.
cite-note-7676. â Jindrich ZelenĂœ: Die Wissenschaftslogik bei Marx und "Das Kapital". Berlin 1968, S. 92.
cite-note-7777. â Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 147.
cite-note-7878. â Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur EinfĂŒhrung ins "Kapital". Köln 1976, S. 148.
cite-note-7979. â Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit. MĂŒnchen 2013, S. 33, 51 f., 66, 869.
cite-note-8080. â Waltraud Sperlich: Alles Mythos! 20 populĂ€re IrrtĂŒmer ĂŒber die Steinzeit. Darmstadt 2013, S. 154 f.
cite-note-8181. â Hans Radandt et al.: Handbuch Wirtschaftsgeschichte. Band 1. Berlin 1981, S. 270 ff., 275 ff.
cite-note-8282. â Heinz GrĂŒnert et al.: Geschichte der Urgesellschaft. Berlin 1982, S. 185, 192, 314.
cite-note-8383. â Erich Leverkus: Freier Tausch und fauler Zauber. Frankfurt/Main 1990, S. 30.
cite-note-8484. â Julius E. Lips: Vom Ursprung der Dinge. Leipzig 1951.
cite-note-8585. â Gustav Cassel: Theoretische Sozialökonomie, 3. Aufl. Erlangen/Leipzig 1923, S. 343.
cite-note-8686. â Klaus MĂŒller: Geld. Von den AnfĂ€ngen bis heute. Freiburg 2015, S. 104â162.
cite-note-8787. â Klaus MĂŒller: Geld. Von den AnfĂ€ngen bis heute. Freiburg 2015, S. 108.
cite-note-8888. â Klaus MĂŒller: Auf Abwegen. Von der Kunst der Ăkonomen, ich selbst zu tĂ€uschen. Köln 2019, S. 232.
cite-note-8989. â Georg Quaas: Die ökonomische Theorie von Karl Marx. Marburg 2016, S. 319.
cite-note-9090. â Bertram Schefold: Wirtschaftsstile. Band 1: Studien zum VerhĂ€ltnis von Ăkonomie und Kultur. Frankfurt a. M. 1994, S. 197.
cite-note-9191. â Holger Wendt: Der lange Marsch der "Neuen Marx-LektĂŒre". Essen, S. 48.
cite-note-9292. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. MĂŒnster 2003, S. 165 f.
cite-note-9393. â Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert. Die Marxsche Kritik der politischen Ăkonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition, 7. Auflage, MĂŒnster 2017, S. 227 f
cite-note-9494. â Dieter Wolf: Kritische Theorie und Kritik der Politischen Ăkonomie, in: Dieter Wolf, Heinz Paragenings, Zur Konfusion des Wertbegriffs. BeitrĂ€ge zur »Kapital«-Diskussion, Argument-Verlag, Hamburg 2004, S. 151
cite-note-9595. â Hans-Georg Backhaus: Dialektik der Wertform. Untersuchungen zur marxschen Ăkonomiekritik, 3. Aufl., Freiburg, Wien 2018, S. 166, 246 f
cite-note-9696. â Michael Berger: Karl Marx: "Das Kapital". MĂŒnchen 2003, S. 51.
cite-note-9797. â Louis Althusser: FĂŒr Marx. Frankfurt a. M. 1974, S. 124 ff.
cite-note-9898. â Lars BrĂ€utigam: Geld, Macht und Herrschaft. Zur Kritik des Geldbegriffs und des interdisziplinĂ€ren Gelddiskurses. Hamburg 2015, (a) vgl. S. 119, (b) vgl. S. 272.
cite-note-9999. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 86 f.
cite-note-100100. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 97.
cite-note-101101. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 99 ff.
cite-note-102102. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 109 ff.
cite-note-103103. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 141.
cite-note-104104. â Walter Bagehot: Lombard Street. London 1915, pp. 153â197.
cite-note-105105. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 120 ff.
cite-note-106106. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 127: "...keiner braucht unmittelbar zu kaufen, weil er selbst verkauft hat."
cite-note-107107. â Karl Marx: Das Kapital. Erster Band, in: MEW Bd. 23, S. 169.